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Katholische Priester segnen gleichgeschlechtliche Paare gegen deutschen Erzbischof

Katholische Priester segnen gleichgeschlechtliche Paare gegen deutschen Erzbischof

Kritik von Verantwortlichen der katholischen Kirche in Köln veranlasste einen Pfarrer aus Medmann bei Düsseldorf, im März eine „Segenzeremonie für Paare“ abzuhalten.

Wie die deutsche Nachrichtenagentur DPA berichtete, wiesen die Behörden der Erzdiözese Köln, zu der Medman gehört, den Priester später zurecht und bestanden darauf, dass der Vatikan keine Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare erlaube.

Die heutige Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ist das jüngste Zeichen einer Rebellion fortschrittlicher Gläubiger in Deutschlands bevölkerungsreichster Diözese mit rund 1,8 Millionen Mitgliedern.

Mehrere hundert Menschen nahmen an einem Segensgottesdienst im Freien für gleichgeschlechtliche Paare und Heterosexuelle teil. Etwa 30 Paare wurden im Rahmen der Zeremonie gesegnet.

Laut TPA schwenkten die Teilnehmer Regenbogenfahnen und sangen „All You Need Is Love“ der britischen Band The Beatles.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Geschlechtervielfalt bezeichnete den Segen als zentrales Symbol für die Forderung nach Anerkennung und Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Paare in der römisch-katholischen Kirche.

„Vor allem dank ihrer Fundamente öffnet sich die Kirche immer mehr“, sagte Sven Lehmann laut dpa.

„Erzbischof Volki und der Vatikan hingegen hinken in der gesellschaftlichen Realität Lichtjahre hinterher“, beklagte Lehmann.

Katholiken in der Erzdiözese Köln beschuldigen ihren zutiefst umstrittenen Erzbischof seit langem und protestieren heftig gegen Vorwürfe, der Priester habe möglicherweise Berichte über sexuellen Missbrauch durch Geistliche vertuscht.

Zwei päpstliche Gesandte wurden nach Köln geschickt, um die Fehler hochrangiger Beamter bei der Behandlung von Missbrauchsfällen durch Geistliche zu untersuchen. Der Bericht veranlasste Papst Franziskus, Wolgi eine mehrmonatige „spirituelle Pause“ zu gönnen, weil er schwere Kommunikationsfehler begangen hatte.

Im März 2022, nach seiner Rückkehr aus der Suspendierung, erlaubte sich der Kardinal, sein Amt niederzulegen, doch bisher hat Franziskus keine Maßnahmen ergriffen.

Siehe auch  Deutschland müsse „zusätzliche Anstrengungen“ gegen die Ungleichheit unternehmen

Auch viele der progressiven Katholiken in Deutschland sind seit langem mit dem Vatikan uneins.

Der Vatikan hat versucht, einen umstrittenen Reformprozess in der deutschen Kirche zu stoppen, weil er befürchtet, dass Vorschläge zu Schwulen, Frauen und Sexualität die Kirche spalten könnten.

Vor Hunderten von Gläubigen, die die Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare feierten, demonstrierten heute auch etwa ein Dutzend Katholiken gegen den Gottesdienst unter freiem Himmel, berichtete die DPA.