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Wasserstoffbetriebener Zug startet Test in Deutschland

Das Wasserstoff-Komplettsystem soll ab 2024 im regulären Fahrgastbetrieb eingesetzt werden und den dieselbetriebenen Zug ersetzen.

Foto: Siemens / Offenlegung

Das Wasserstoff-Komplettsystem soll ab 2024 im regulären Fahrgastbetrieb eingesetzt werden und den dieselbetriebenen Zug ersetzen. (Foto: Siemens / Disclosure)

Siemens und die Deutsche Bahn haben die erste Testfahrt des Wasserstoffzuges Mireo Plus H durchgeführt und das mobile Betankungssystem getestet. Der Zug fuhr auf den Gleisen des Siemens Prüf- und Verifikationszentrums im nordrhein-westfälischen Felberg-Feldenrath.

Siemens kündigte am Dienstag (13) an, dass „das komplette Wasserstoffsystem ab 2024 im regulären Fahrgastbetrieb zum Einsatz kommen und den dieselbetriebenen Zug ersetzen wird“. An dem Test nahmen die Vorstandsvorsitzenden von Siemens, Roland Bosch und der Deutschen Bahn, Richard Lutz, sowie Staatsminister im Bundesverkehrsministerium, Hartmut Huber, teil.

Wasserstoff

Wasserstoffbetriebene Züge verwenden eine äußerst umweltfreundliche Antriebstechnologie und emittieren nur Wasserdampf. Die Betankung erfolgt über die mobile Wasserstoffspeicherstation. Die Technologie verspricht, einen wesentlichen Beitrag zur Abschaffung des Dieselkraftstoffs zu leisten, mit der Erwartung, dass diese Antriebsform in naher Zukunft alle Dieselzüge im Regionalverkehr ersetzen wird.

Die Mobilitätstochter von Siemens Mobility und der Deutschen Bahn stellte das Projekt H2goesRail im November 2020 öffentlich vor: „Der neue Zug Mireo Plus H emittiert nichts als Wasser, hat eine Reichweite von rund 800 km, kann bis zu 160 km pro Stunde fahren und kann schnell aufgetankt werden, sagte Bush.

Sparen Sie Tausende Tonnen Kohlendioxid

Bis zu 45.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen spart jeder Zug gegenüber einer Autofahrt, so der Siemens-Chef, über die 30-jährige Lebensdauer des Zuges. Das Projekt wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit 13,74 Millionen Euro vom Verkehrsministerium gefördert.

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Ausschlaggebend für die Wasserstofftraktion ist laut der Deutschen Bahn die Betankungsgeschwindigkeit, die fast so hoch ist wie bei Dieselautos. Wasserstoff wird in Tübingen von DB Energie per Elektrolyse mit grünem Strom direkt aus den Stromleitungen der Bahn für den Antrieb von Zügen hergestellt.

Der Mireo Plus H wird 2024 auf der Straße zwischen den Städten Tübingen und Würzheim in Baden-Württemberg in Dienst gestellt. Allein auf diesem Weg würde der Umstieg von Diesel auf Wasserstoff rund 330 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr einsparen.