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Deutschland sagt, Putin habe Zahlung für Gas in Euro bestätigt – DW – 31.03.2022

Die Bundesregierung teilte am Mittwoch (30.3.) mit, dass der russische Präsident Wladimir Putin in einem Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz gesagt habe, dass Europa russisches Gas weiterhin in Euro und nicht wie zuvor angekündigt in Rubel bezahlen dürfe.

Regierungssprecher Stephen Hebestreet sagte, Putin habe Schulz mitgeteilt, dass die Zahlungen aus Europa im nächsten Monat „in Euro fortgesetzt und wie gewohnt an Gazprom überwiesen würden, das nicht von Sanktionen betroffen ist“.

Auf diese Weise werde die Bank die Zahlungen in Rubel umrechnen, sagte der Sprecher unter Berufung auf Putin, der angeblich um den Anruf gebeten hatte. Hepstreet sagte auch, dass sich laut Putin „für europäische Vertragspartner nichts ändern wird“, wenn das neue System am 1. April in Kraft tritt.

Die Bundesregierung argumentierte auch, Schulz habe zuvor um eine schriftliche Erklärung gebeten, um das Verfahren besser nachvollziehen zu können.

Der Kreml kündigte das Ende des Gesprächs an und sagte, Putin habe Schulz gesagt, dass Moskaus Forderung, dass Europa für Gas in Rubel zahlen solle, „nicht zu einer Verschärfung der Vertragsbedingungen für europäische Importunternehmen führen sollte“.

Putin sagte letzte Woche, dass Russland Zahlungen für Gaslieferungen nach Europa nur noch in Rubel akzeptieren werde. Diese Methode wird laut Moskau wegen des Einfrierens der Devisenreserven der russischen Zentralbank durch die Europäische Union notwendig sein.

Ebenfalls am Mittwoch hat Bundeswirtschaftsminister und Bundesvizekanzler Robert Habeck die erste Alarmstufe für den Gasnotfallplan des Landes eingeleitet.

Dies ist die erste von drei Alarmstufen, die die Einrichtung eines Krisenstabs zur Stabilisierung der Gasversorgung beinhalten. Dieses Team hat die Aufgabe, die Versorgungslage zu analysieren und zu bewerten, um ggf. weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit einzuleiten.

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Deutschland ist für seinen Energiebedarf stark auf russisches Gas angewiesen, wobei etwa die Hälfte seiner Versorgung mit fossilen Brennstoffen aus Russland stammt, was Europas größte Volkswirtschaft besonders anfällig für die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine macht. Derzeit liegen die deutschen Gasreserven bei etwa 25 % ihrer Kapazität.

In den letzten Wochen hat Deutschland seine Pläne beschleunigt, seine Abhängigkeit von Russland zu verringern und die Lieferungen zu diversifizieren. Letzte Woche haben die Vereinigten Staaten und die Europäische Union ein Abkommen geschlossen, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern.

GB (Reuters, AFP, dpa)