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Deutsche Turner im Vollanzug protestieren – DW – 26.07.2021

Die deutschen Turnerinnen haben sich am Sonntag (25.07.) für die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio für Ganzkörperanzüge entschieden. Mit dieser Geste setzen Turnerinnen ein Zeichen gegen die Sexualisierung von Frauen im Sport, fördern die Wahlfreiheit und ermutigen Frauen, Kleidung zu tragen, in der sie sich wohlfühlen.

Das Team, bestehend aus Sarah Voss, Pauline Schaefer Beetz, Elizabeth Seitz und Kim Boye, trat in rot-weißer Unterwäsche an, die knöchellange Trikots und Leggings kombinierte.

Sie trugen ähnliche Outfits während des Trainings am vergangenen Donnerstag und sagten, dass sie das Outfit beim Sportereignis wieder tragen könnten. Turnerin Sarah Voss sagte, das Team habe die Wahl der Kleidung vor dem Wettkampf am Sonntag besprochen und sich entschieden, die Kleidung zu tragen.

„Wir haben uns heute getroffen [domingo] Und wir sagten: Nun, wir wollen einen großartigen Wettbewerb. „Es ist wirklich schwer, sich an unseren neuen Körper zu gewöhnen, wenn wir als Frau heranwachsen“, sagte die 21-Jährige.

„Wir wollen sicherstellen, dass sich alle wohlfühlen und allen zeigen, dass sie tragen können, was sie wollen, toll aussehen und sich großartig fühlen, egal ob es sich um ein langes oder ein kurzes Kleid handelt“, fügte er hinzu.

Voss sagte, das deutsche Team, das bei der Europameisterschaft im April als Geste zur Eindämmung der Sexualisierung des Sports Overalls in voller Länge trug, sei sehr daran interessiert, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzt.

„Wir wollen ein Zeichen setzen, damit alle den Mut haben, uns zu folgen“, sagte Voss.

Die Entscheidung der Deutschen, Bodysuits zu tragen, wurde von anderen Konkurrenten in Tokio gelobt.

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„Ich finde es wirklich cool, dass sie den Mut hatten, in einer so großen Arena zu stehen und Mädchen auf der ganzen Welt zu zeigen, dass man anziehen kann, was man will“, sagte die norwegische Turnerin Julie Eriksen. „Und ich grüße sie dafür.“

In den letzten Jahren wurde der Sport durch die Verbreitung von Fällen von sexuellem und körperlichem Missbrauch erschüttert, was zur Einführung neuer Sicherheitsprotokolle zum Schutz der Athleten geführt hat.

Für Frauen ist die Standard-Wettkampfkleidung ein Kleid, das langärmelig oder ärmellos sein kann. Beinbedeckende Kleidung darf bei internationalen Wettkämpfen getragen werden, wurde bisher aber fast ausschließlich aus religiösen Gründen getragen.

fc (rtr, afp, ap)