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Arbeit. Deutschland will die Einbürgerung beschleunigen, um Ausländer anzuziehen

EIN Der Arbeitskräftemangel ist eines der Hauptprobleme der großen europäischen Volkswirtschaft und bedroht nach Ansicht von Experten ihr Wachstumspotenzial in den kommenden Jahren.

„Für viele Unternehmen ist die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften bereits ein existenzielles Problem“, betonte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bei einem Seminar mit Gewerkschaften und Arbeitgebern.

Deutschland wolle als „attraktives Einwanderungsland im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte“ wahrgenommen werden, heißt es in einem von der Bundesregierung erarbeiteten Strategiedokument zur Trendwende.

Darin fordert die Bundesregierung, dass die Rahmenbedingungen für die Zuwanderung verbessert werden müssen, „damit ausländische Fachkräfte und ihre Familien in Deutschland leben und arbeiten wollen“.

Die Bundesregierung will unter anderem Mehrfachstaatsbürgerschaften ermöglichen und die Einbürgerung erleichtern.

Er sagt auch, dass „eine Einbürgerung bereits nach fünf Jahren privater Gründungsleistung und drei Jahren möglich ist“.

Die sozialdemokratische Regierung von Olaf Scholz, der mit Grünen und Liberalen regiert, will in den kommenden Monaten Gesetzesänderungen einbringen.

Unter den zu erwägenden Vereinfachungen schlugen die Arbeitgeber vor, die Verpflichtung zur Überprüfung der Sprachkenntnisse ausländischer Arbeitnehmer „für Behörden, die diesbezüglich ohnehin überlastet sind“ aufzuheben.

„Wir müssen offener für Zuwanderung sein und Deutschland als weltoffenes Land mit interessanten und hochwertigen Arbeitsplätzen fördern“, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.

In einem Land, das bei der Bildung von Kleinkindern hinterherhinkt, will Berlin mit einer Reform des Steuersystems und Angeboten für Kindertagesbetreuung mehr Frauen für den Arbeitsmarkt gewinnen.

Mit einer alternden Bevölkerung fehlt es Deutschland oft an Arbeitskräften, die für die digitale und energetische Transformation seiner Wirtschaft benötigt werden.

Nach Angaben der Agentur für Arbeit sind noch rund 887.000 Stellen zu besetzen, allerdings ohne Bewerber, 108.000 mehr als im Vorjahr.

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In einem heute vorgelegten Dokument geht die Bundesregierung davon aus, dass bis 2026 rund 240.000 Fachkräfte fehlen werden.

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