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Ein deutsches Gericht erwägt, Ermittlungen wegen Korruption des Finanzministers der Europäischen Union einzuleiten

Die deutsche Justiz erwägt, ein Ermittlungsverfahren wegen Korruptionsvorwürfen gegen Finanzminister Christian Lindner einzuleiten. Auf dem Spiel stünde ein Interessenkonflikt mit einer Privatbank, die ihm einen Kredit für den Kauf eines Eigenheims gegeben habe, sagt die Financial Times.

Im vergangenen Mai sprach Lindner auf der 100-Jahr-Feier der BBBank, einer Karlsruher Retailbank, gab aber nicht bekannt, dass er bei dem Institut einen Wohnungsbaukredit aufgenommen hatte. Die deutsche Presse fügt hinzu, dass Lindner nach der Rede einen weiteren Kredit bei derselben Bank aufgenommen habe.

In einer Erklärung des deutschen Generalstaatsanwalts vom Montag heißt es, er habe mit einer „vorläufigen Bewertung“ begonnen, um festzustellen, ob Lindners parlamentarische Immunität aufgehoben werden sollte, um eine vollständige Untersuchung zu ermöglichen.

Christian Schertz, der Anwalt des Ministers, wies die Vorwürfe gegen seinen Mandanten zurück. „Herr Lindner hat mit der Finanzierung seines Nachlasses begonnen, lange bevor er Finanzminister wurde.“ „Alle Konditionen des Darlehens waren mit den damaligen Marktverhältnissen vereinbar. Eine kurze Begrüßungsrede anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Bank gehört zu den üblichen Aufgaben des Finanzministers“, ergänzt er.

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft kommt, nachdem das Magazin Der Spiegel im Oktober letzten Jahres einen Artikel über Lindners Arbeit veröffentlicht hatte. In dieser Nachricht wurde darauf hingewiesen, dass der Minister im Januar 2021 eine Immobilie in Berlin für 1,65 Mio.

Im Juli nahm Lindner laut „Spiegel“ bei derselben Bank einen neuen Kredit in Höhe von 450.000 Euro auf.

Lindner ist seit 2013 Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei (FDP), die Ende 2021 in einem Dreierbündnis mit der SPD und den Grünen in die Bundesregierung eintreten wird.

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