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Deutschland ermächtigt Kiew, deutsche Waffen gegen Ziele in Russland einzusetzen

Deutschland ermächtigt Kiew, deutsche Waffen gegen Ziele in Russland einzusetzen

Deutschland habe die Ukraine ermächtigt, deutsche Waffen gegen militärische Ziele in Russland einzusetzen, um sich gegen die Angriffe Moskaus, insbesondere in der Region Charkiw, zu verteidigen, teilte der Sprecher von Präsident Olaf Scholz am Freitag mit.

„Die Ukraine hat das völkerrechtlich garantierte Recht, sich gegen diese Angriffe zu verteidigen. Dazu kann sie auf die dafür vorgesehenen Waffen zurückgreifen, auch auf die von uns bereitgestellten“, sagte Steffen Hebestreit in einer Erklärung.

Die Entscheidung folgt auf die Genehmigung der USA, unter bestimmten Bedingungen US-Waffen gegen Ziele in Russland einzusetzen.

„Russland hat in den letzten Wochen Angriffe von Stellungen in unmittelbarer Nähe der russischen Grenzzone, insbesondere im Raum Charkiw, vorbereitet, koordiniert und durchgeführt“, sagte ein Sprecher von Sholes.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass die Ukraine das völkerrechtlich garantierte Recht hat, sich gegen diese Angriffe zu verteidigen“, betonte er, wie die französische Agentur AFP zitierte.

Aus Angst vor einer Eskalation verzichtet Deutschland wie andere Verbündete bisher darauf, die an Kiew gelieferten Waffen auf russischem Territorium einzusetzen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat im Falle einer Eskalation des Krieges, den Russland mit der Invasion der Ukraine im Februar 2022 begann, mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht.

Mehrere Länder, darunter Frankreich und seit Donnerstag auch die USA, haben in den vergangenen Wochen Druck auf Deutschland ausgeübt, seine Haltung zu ändern.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron am Dienstag in Deutschland entging Scholz der Aussage, die Ukraine habe das Recht, sich nach internationalem Recht zu verteidigen.

Der deutsche Staatschef machte keine Angaben dazu, ob das Recht der Ukraine auf Verteidigung den Einsatz westlicher Waffen auf militärische Einrichtungen in Russland einschließt.

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Nach der russischen Invasion gab Deutschland seine traditionelle pazifistische Haltung auf und wurde nach den Vereinigten Staaten zum zweitgrößten Geber direkter Militärhilfe für die Ukraine.

Seitdem lieferte Berlin eine breite Palette an Waffen, von Artillerie bis hin zu gepanzerten Kampffahrzeugen.

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat der Ukraine am Donnerstag bei einem Überraschungsbesuch in der südukrainischen Hafenstadt Odessa ein militärisches Hilfspaket in Höhe von 500 Millionen Euro zugesagt.

Nach einer gescheiterten Gegenoffensive im vergangenen Sommer sieht sich die Ukraine seit Anfang Mai mit einer neuen Offensive Russlands konfrontiert.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist heute in Stockholm, um fünf nordische Verbündete (Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland und Island) um mehr Waffen zu bitten.