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Wasserknappheit an Deutschlands wichtigstem Fluss beeinträchtigt den Güterverkehr in Europa

Die diesjährige sengende Hitze und weniger als erwartete Regenfälle haben den Wasserstand im deutschen Rhein stark sinken lassen und drohen, die Durchfahrt von Frachtschiffen auf einer der wichtigsten Handelsrouten zu blockieren. Wenn der Verkehr im Ärmelkanal blockiert wird, wird sich die Wirtschaftskrise in Europa verschärfen.

An der Stelle, an der der Rhein, mehr als 1.200 Kilometer von der Flussstadt Gaub entfernt, am Wochenende um 47 Zentimeter gefallen ist, das niedrigste Niveau von 2018, rückt Bloomberg vor und weist darauf hin, dass der Fluss einen weiteren verliert. Sieben Zentimeter Wasser würden den Fluss unpassierbar machen und den Schiffsverkehr im Fluss stoppen.

Im Schatten einer Wirtschaftskrise, die durch die Folgen des russischen Krieges in der Ukraine ausgelöst wird – Instabilität in den Lieferketten, steigende Getreide- und Energiepreise und galoppierende Inflation – könnte Europa eine wichtige Handelsroute verlieren und den Fluss verschiedener Produkte behindern. Als Brennstoff und Produkte für Industriezweige. Wenn der Rhein unpassierbar wird, könnten die Bemühungen europäischer Staats- und Regierungschefs, den Kontinent vor dem Abgleiten in eine Rezession zu bewahren, gefährdet werden.

Der deutsche Elektrizitätskonzern EnBW hat bereits angekündigt, dass „die Kohleversorgung aufgrund von Niedrigwasser bereits eingeschränkt ist“ und dass Schiffe, die den Rhein überqueren können, weniger Ladung transportieren. Das Unternehmen warnte davor, dass dies die Transportkosten erhöhen und folglich den Betrieb von Kohlekraftwerksunternehmen erhöhen würde. Dies wiederum sollte sich in den Stromrechnungen der Verbraucher widerspiegeln, die ohnehin durch steigende Stromkosten überfordert sind.

Der Rhein, der für den Transport und den Zugang zu Energie für die europäischen Länder notwendig ist, könnte der letzte Strohhalm in der Energiekrise Europas sein.

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Wenn der Wasserstand des Rheins unter 40 Zentimeter absinkt, sei es für Schiffe wirtschaftlich nicht mehr vertretbar, über die Stadt Kopp hinauszufahren, teilte die Bundesanstalt für Gewässerkunde im Juli mit.

Josh Foltz, Analyst von Facts Global Energy, erklärt: „Da der Verkehr auf dem Rhein stillsteht und Alternativen wie Schiene und Straße teurer werden, wird es schwierig, Dieselvorräte aufzubauen, bevor die Temperaturen in Deutschland und der Schweiz steigen.“