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Russischer Staatskonzern kürzt Gasexporte nach Deutschland um 40 % – DW – 14.06.2022

Da die Kraftstofflieferungen aus Russland nach Europa aufgrund des Ukraine-Krieges bereits rückläufig waren, hat der russische Energiekonzern Gazprom am Dienstag (14.06.) die maximale Gaslieferung nach Deutschland durch die Nord-Pipeline um 40 % reduziert. Stream 1, an der Ostsee. Nach Angaben des russischen Staatskonzerns verzögerte der deutsche Konzern Siemens die Reparaturarbeiten an einer Turbine.

Dadurch können nur noch bis zu 100 Millionen Kubikmeter pro Tag durch die Gasleitung gepumpt werden – das sind 60 % des Tagesvolumens von 167 Millionen Kubikmeter Gas.

Die Gasturbinen wurden laut Siemens 2009 nach Russland geliefert und bedürfen regelmäßiger Modifikationen. Eine der Turbinen wird in Montreal, Kanada, modifiziert. Laut Siemens können die Geräte derzeit jedoch aufgrund von Beschränkungen durch Kanada nicht nach Russland geliefert werden.

Garantierte Versorgung

Trotz der Reduzierung des Angebotsvolumens wird es laut Bundesregierung keine Kürzungen geben.

In einem Interview mit dem Fernsehsender tagesschau24 , sagte Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, sie sehe keine Versorgungsbarrieren. „Es sind Sommermonate, also brauchen Sie nicht viel Benzin“, sagte er.

Außerdem werden die Vorräte für den Winter gepackt. Aber laut Kemfert ist es wichtig, die Gründe für die Beschränkung zu analysieren und wie lange die Beschränkungen andauern werden.

Die Verbreitung ist deutlich geringer

Russlands Erdgaslieferungen nach Europa sind bereits deutlich zurückgegangen, seit gegen Moskau europäische Sanktionen wegen der russischen Besetzung der Ukraine verhängt wurden.

Gosprom stellte die Belieferung vieler europäischer Kunden ein, weil sie sich weigerten, Gas in Rubel zu bezahlen, beispielsweise in Finnland, Dänemark und den Niederlanden.

Darüber hinaus wird bereits kein Gas mehr durch die Gaspipeline Jamal-Europa über Polen gepumpt. Auch der russische Gasverkehr durch die Ukraine wurde reduziert.

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Hinzu kommt, dass die Pipeline North Stream 2, obwohl fertiggestellt und noch nicht in Betrieb, auf Druck vieler Länder auf Deutschland eine Art „Erlaubnis“ gegenüber Russland darstellt. Niedrige Versorgungsenergiepreise sind deutlich gestiegen.

Die Gaspipeline North Stream 1 ist eine der größten Kapazitäten zwischen Russland und Deutschland. Nach Angaben der Betreibergesellschaft exportierte Russland im Jahr 2021 59,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Europa.

Auf deutscher Seite wurde der Plan von Alt-Bundeskanzler Heckhard Schröder angeführt, der bis 2005 regierte und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sehr nahe steht.

le/cn (DPA, Reuters, ots)