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Neuer Bericht verurteilt, dass Fabriken, die Shein liefern, weiterhin Arbeiter ausbeuten – Zusammenfassung

Neuer Bericht verurteilt, dass Fabriken, die Shein liefern, weiterhin Arbeiter ausbeuten – Zusammenfassung

Mehr als ein Jahr nach seinem Versprechen, übermäßige Arbeitszeiten in seiner Lieferkette zu bekämpfen, steht der chinesische Fast-Fashion-Riese Shein immer noch unter der Lupe. Ein neuer Bericht von Public Eye, einer Schweizer Menschenrechtsgruppe, zeigt, dass Arbeiter in einigen Fabriken, die Shein beliefern, immer noch eine 75-Stunden-Woche haben.

Der Bericht, der auf Interviews mit 13 Arbeitern in sechs Fabriken in der südchinesischen Region Guangzhou basiert, ergab, dass die Mitarbeiter durchschnittlich 12 Stunden am Tag, sechs oder sieben Tage die Woche arbeiten. Obwohl Shein seine Lieferanten nicht öffentlich bekannt gibt, gab Public Eye an, die Fabriken anhand der Antworten der Befragten und des Vorhandenseins von Shein-Produkten identifiziert zu haben, wie CNN enthüllte.

Die Gehälter der Arbeiter sind dem Bericht zufolge seit 2021 praktisch unverändert geblieben und liegen zwischen 6.000 und 10.000 Yuan pro Monat (ca. 769 bis 1.282 Euro). Nach Abzug der Überstunden sanken die Löhne jedoch auf etwa 2.400 Yuan (308 Euro) pro Monat und lagen damit weit unter dem angeblichen Mindestlohn in China.

Als Antwort auf den Bericht erklärte Shin, dass sie viele der Vorwürfe nicht anerkenne und betonte, dass der Bericht auf einer kleinen Stichprobe von Teilnehmern beruhe. Das Unternehmen betonte seine Bemühungen zur Verbesserung der Bedingungen in seiner Lieferkette, einschließlich erheblicher Investitionen in Governance und Compliance.

Im Dezember 2022 kündigte Shin als Reaktion auf frühere Vorwürfe der Arbeitsausbeutung Pläne an, 14 Millionen Euro in die Modernisierung Hunderter Fabriken seiner Zulieferer zu investieren. Das Unternehmen behauptet, dass sich seine Bemühungen bereits auszahlen.

Public Eye weist jedoch darauf hin, dass der Shein-Verhaltenskodex für Lieferanten ein Limit von 60 Arbeitsstunden pro Woche, einschließlich Überstunden, und mindestens einem freien Tag pro Woche vorsieht.

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Die Interessenvertretung stellt außerdem fest, dass in einigen Fabriken junge Menschen arbeiten, was Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der Arbeitsgesetze aufkommen lässt.