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Klimawandel. Tausende Jugendliche demonstrieren in Berlin für mehr Regierung

Fridays for Future organisierte diesen Marsch zwischen Brandenburger Tor und Regierungshaus einen Monat vor den Parlamentswahlen am 26. September.

Demonstranten trugen Transparente mit der Aufschrift „Make love, not CO2“ oder „Snow must go on“, die auf die laufenden Gespräche zur Bildung der nächsten Regierungskoalition hinweist.

Die Sozialdemokraten, die Wahlsieger, versuchen, ein Bündnis mit ecologislas und der liberalen FDP zu formieren, mit dem Ziel, bis Anfang Dezember eine neue Regierung unter der Führung des Zentristen Olaf Schulz (SPD) zu bilden.

In der vergangenen Woche haben die beiden Parteien eine erste Vereinbarung getroffen, die unter anderem CO2-Neutralität bis 2045 und eine Beschleunigung des Kohleausstiegs bis 2030 vorsieht.

Die Sprecherin von Fridays for Future in Deutschland, Luisa Neubauer, sagte jedoch, die geplanten Maßnahmen seien „nicht ausreichend“, um Berlins internationale Verpflichtungen zur Emissionssenkung „nach Jahren enttäuschender Maßnahmen der Merkel-Regierungen“ einzuhalten.

Voraussetzung dafür ist, dass das Ziel des Kohleausstiegs im Jahr 2030 gesetzlich festgeschrieben wird und die starke deutsche Autoindustrie bis 2025 auf den Bau von Fahrzeugen verzichtet, deren Motoren fossile Brennstoffe verbrennen.

Heute waren die Demonstranten besonders frustriert, dass die Liberalen einen Vorschlag der Grünen heruntergespielt hatten, ein Tempolimit auf den Autobahnen des Landes einzuführen. FDP-Chef Christian Lindner wurde ausgepfiffen.

„Es ist fast kostenlos und wird einen großen Unterschied machen“, sagte Larina Dix, 23, Architekturstudentin in Dresden, die an der Demonstration in der Hauptstadt teilnahm.

Eine Freundin der Jurastudentin Céline Schneider wiederum forderte die Grünen auf, in Verhandlungen mit Partnern „nicht aufzugeben“.

Siehe auch  Abschied von niedriger Inflation - O Journal Economico