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Die deutsche Inflation beschleunigte sich im August auf 7,9 %, den höchsten Stand seit fast 50 Jahren

Nach einer Verlangsamung im Juli beschleunigte sich die Inflationsrate in Deutschland im August wieder auf 7,9 %, belastet durch höhere Energie- und Lebensmittelpreise, schätzte das deutsche Statistische Bundesamt Destatis in einer Mitteilung, die diesen Dienstag, den 30. August, veröffentlicht wurde.

Laut ReutersDer Augustkurs erreichte seinen höchsten Stand im Winter 1973/74, als der Ölschock einsetzte und Energie und Preise in die Höhe trieb.

Im Juli lag die Inflation in Deutschland bei 7,5 % und verlangsamte sich leicht gegenüber den im Juni verzeichneten 7,6 %.

Die Energieinflation wurde im August auf 35,6 % geschätzt, was einer Verlangsamung gegenüber der jährlichen Veränderung von 35,7 % im Vormonat entspricht. Die Nahrungsmittelinflation beschleunigte sich jedoch im August gegenüber dem Vormonat von 14,8 % auf 16,6 %.

Deutschland ist eines der Länder, die am stärksten vom Einbruch der russischen Gasimporte nach dem Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar betroffen sind.

Deutschland hat sehr günstig von diesem Kohlenwasserstoff profitiert und nimmt nun eine schmerzhafte Anpassung vor, die sich auf die Preise auswirkt. Das Statistische Bundesamt stellt fest, dass auch Störungen in Lieferketten zu höheren Preisen beitragen.

Maßnahmen zur Abfederung der Erhöhungen wie die 9-Euro-Monatskarte für den ÖPNV oder eine Ermäßigung auf Benzin seien in diesen Zahlen enthalten, so das Kabinett.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex, der für Vergleiche zwischen europäischen Ländern verwendet wird, wird auf geschätzt 8,8 % im August, fast einen Prozentpunkt höher als die normale Inflationsrate.

In Portugal wird das Nationale Statistikinstitut (INE) an diesem Mittwoch, dem 31., die Schnellschätzung der August-Inflation veröffentlichen, nachdem im Juli eine Inflation von 9,1 % verzeichnet wurde, die höchste seit 1992.

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