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Deutschland beschlagnahmt eine russische Raffinerie

Deutschland hat am Freitag die Kontrolle über eine große Ölraffinerie in russischem Besitz übernommen und mit Vergeltungsmaßnahmen aus Moskau gedroht, während Berlin sich bemüht, die Energieversorgung anzukurbeln und sein Mandat zu erfüllen. EU-Zusage, russische Ölimporte bis Ende des Jahres zu eliminieren.

Das Bundeswirtschaftsministerium kündigte an, eine Einheit des russischen Mineralölkonzerns Rosneft unter das Dach der Branchenaufsicht zu stellen und die Raffinerie Schweidt zu übernehmen, die 90 Prozent des Berliner Treibstoffs liefert.

„Mit der Sachwalterschaft wird der Gefährdung der Energieversorgungssicherheit begegnet und ein grundlegender Grundstein für den Erhalt und die Zukunft Schwedts gelegt“, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Regierungen in ganz Europa bemühen sich, ihre Energieversorger zu stützen und die Kraftstoffversorgung zu sichern, da die Sanktionen gegen Russland, ihren Hauptlieferanten, im Laufe eines Jahres zunehmen. Invasion der Ukraine.

Rosneft Deutschland, die einst rund 12 % der deutschen Erdölverarbeitungskapazität besaß, wird unter das Dach der Bundesnetzagentur gestellt.

Die Aufsichtsbehörde sagte, der ursprüngliche Eigentümer sei nicht mehr befugt, die Anweisungen zu erteilen.

Rosneft Deutschland und Rosneft reagierten nicht sofort auf Anfragen nach Kommentaren.

Shell, die mit 37,5 Prozent an Schwedt beteiligt ist, will es schon länger verkaufen. Shell sagte am Freitag, es sei „nicht betroffen“ von Deutschlands Entscheidung, die Kontrolle über die Raffinerie zu übernehmen.

Die Raffinerie Schweidt stellte Berlin mehrere Wochen vor ein Dilemma, da sie ihr gesamtes Rohöl aus Russland bezieht. Aber Deutschland ist entschlossen, russische Ölimporte bis Ende des Jahres zu eliminieren.

Durch die Einnahme von Schwedt riskiert er jedoch Vergeltungsmaßnahmen aus Moskau.

Das deutsche Wirtschaftsministerium sagte, der Schritt vom Freitag beinhalte ein Paket, um sicherzustellen, dass die Raffinerie Öl von alternativen Routen erhalten kann, ohne Einzelheiten anzugeben.

Siehe auch  Deutschland. Die Bundesbank macht 2021 keinen Gewinn