Bad Honnef, 08.02.2010 – Neue Verbindung Malmö - Duisburg aufgenommen
Einen neuen Kombiverkehrszug zwischen dem schwedischen Malmö und Duisburg hat die TX Logistik AG, Bad Honnef, in Zusammenarbeit mit DHL Freight Schweden, auf die Schiene gesetzt. Viermal pro Woche werden Sattelauflieger und Trailer von Großkunden transportiert. Wesentliche Kapazitäten steuern DHL, LKW Walter und DSV bei. Anfahrtsziel in Deutschland ist das Rhein-Ruhr-Terminal auf dem logport II-Gelände im Duisburger Hafen. In Gegenrichtung wird die Umschlaganlage Malmö Hafen bedient.
Jeweils 38 Trailer kann der 650 Meter lange Kombizug von Terminal zu Terminal transportieren. Die Fahrtzeit beträgt etwa 13 Stunden. Mit der Traktion von Malmö über die Öresundbrücke, das süddänische Padborg und die deutsch-dänische Grenze bis nach Duisburg hat TX Logistik den schwedischen Partner Hector Rail beauftragt. Ab Duisburg werden die für das Ruhrgebiet, Benelux, Frankreich, aber auch Spanien bestimmten Waren per Lkw weiterverteilt. In umgekehrter Richtung erreichen Güter aus diesen Regionen den skandinavischen Markt. „Bei diesem Angebot agieren wir als Operateur. Wir überwachen die Zugläufe mit Schnittstelle zur Zuglaufdatenbank der DB und kontrollieren alle Prozesse“, sagt Raimund Stüer, Vorstandsmitglied TX Logistik. Zudem sorgt das Unternehmen für die Auslastung des Systems: Kommen beispielsweise an einem Tag von einem Basiskunden weniger Trailer, werden Einheiten der anderen Partner oder von Dritten eingeschleust. Stüer: „Das sorgt für hohe Auslastung und minimiert das Risiko.“
Für DHL entspricht die neue Kombiverkehrsverbindung auch dem Bestreben, im Zuge der unternehmensweiten Nachhaltigkeitsstrategie die CO2-Emissionen zu reduzieren. „Es ist wichtig, dass wir hierzu die Anforderungen des Marktes und die Ansprüche unserer Kunden erfüllen“, sagt Stefan Nilsson, CEO DHL Freight Schweden. „Mit der neuen Verbindung bieten wir unseren Kunden eine zusätzliche Transportalternative aus Schweden nach Westeuropa, die diese Marktforderungen nach Service, Qualität und Preis abdeckt.“
Vorgesehen ist, die Kombizuglinie Malmö – Duisburg kurzfristig innerhalb der nächsten acht Wochen in zwei Schritten auf sechs wöchentliche Rundläufe zu erhöhen. „Das Potenzial dafür ist vorhanden“, sagt Stüer, „nicht zuletzt, weil die neue Relation auch unter Kostenaspekten wettbewerbsfähig zum Straßentransport ist.“ Darüber hinaus wird angestrebt, die Strecke in ein skandinavisches KV-Netzwerk zu integrieren. Besonders attraktiv für Nutzer ist die neue Linie, weil über Malmö auch eine direkte Verbindung zu bestehenden nationalen Relationen wie Eskilstuna und Stockholm realisiert werden kann. Künftig sollen zudem über das Gateway Malmö weitere Verbindungen nach Nordschweden entstehen.
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