Franfurt, 26.02.2009 - Auf der Jahrespressekonferenz des Forum Intralogistik am 18. Februar 2009 in Frankfurt präsentierte Christoph Hahn-Woernle, Sprecher des Forum Intralogistik, die Branchen-Zahlen für 2008 und Prognosen für 2009 der Zukunftsbranche Intralogistik. Zu diesem Anlass wurden ebenfalls die Forschungsgaktivitäten in der Intralogistik durch Wolfgang Albrecht einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Dem entsprechend hat sich auch die Zahl der bei den Intralogistik-Anbietern beschäftigten Mitarbeiter erhöht. 2008 arbeiteten mit mehr als 100.000 etwa 5,5 Prozent mehr Menschen in der Intralogistik-Branche als 2007 (95.000).
2009: Branche rechnet mit Umsatzrückgang von acht Prozent
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau, die Intralogistik und die Fördertechnik erleben 2007 eine Hochkonjunktur. „Wie bei der Intralogistik stieg der Umsatz in der Fördertechnik im vergangenem Jahr um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.“, sagte Heinz-Helmut Kempkes, Vorstandsvorsitzender des Fachverbandes Fördertechnik und Logistiksysteme im VDMA und Vorsitzender der Fachabteilung Krane und Hebezeuge. „Der Produktgruppenbereich ‚Krane und Hebezeuge’, der mit ca. 40 Prozent den größten Anteil der Fördertechnik einnimmt“, so Kempkes, und einen Umsatzwachstum von 19 Prozent im Jahr 2007 erzielte, nimmt die Stellung der bedeutendsten Produktgruppe des Fachverbandes Fördertechnik und Logistiksysteme ein.“
USA wichtigster Exportmarkt für deutsche Intralogistik-Produkte
Nach wie vor geht etwa die Hälfte der deutschen Intralogistik-Produktion in den Export. Wichtigstes Abnehmerland sind die USA mit einem Volumen von 1,12 Milliarden Euro (+8 %). Deutlich zugelegt haben Russland (+52 %) undChina (+40 %). „Wie sich diese Märkte, insbesondere Russland, jedoch in Zeiten einer Kreditklemme weiterentwickeln, ist mit großer Vorsicht zu beobachten“, mahnte Hahn-Woernle. Bei den Abnehmer-Regionen ist die EU weiterhin der Hauptkunde deutscher Intralogistik-Hersteller und hat 2008 um acht Prozent gegenüber 2007 zugelegt. Die Exporte in die europäischen Nicht-EU-Staaten sind im gleichen Zeitraum um fast den gleichen Prozentsatz zurückgegangen – allerdings auf einem deutlich geringeren Absolutwert. Ebenso scheint der Boom im Nahen und Mittleren Osten abzuebben bzw. eine Pause einzulegen.
Innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln – Leistungsfähigkeit des Standortes Deutschland stärken!
Nach Einschätzung des Branchen-Sprechers liegen in Forschung, Entwicklung und in den Innovationen die Chancen, aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen. „Die Lieferung der Lieferfähigkeit und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden sind die wesentlichen Aufgaben der Intralogistik“, hob Hahn-Woernle hervor. „In schwierigen Zeiten eines globalen wirtschaftlichen Umbruchs steht unsere deutsche Wirtschaft vor gewaltigen Herausforderungen“, meinte Wolfgang Albrecht, Geschäftsführer der PSI Logistics GmbH, Vorsitzender des Vorstandes der Forschungsgemeinschaft IFL und Mitglied des Lenkungskreises des Forum Intralogistik, anlässlich der Jahrespressekonferenz des Forum Intralogistik am 18. Februar 2009 in Frankfurt. Er fügte hinzu, dass einerseits besonders gegenüber der wirtschaftlichen Entwicklung in Abhängigkeit stehende Intralogistik-Hersteller durch firmeninterne Prozessoptimierungen diese von Unsicherheit geprägte Weltwirtschaft meistern müssen. Andererseits müssen sie zukunftsorientierte Produkt- sowie Prozess-Neuheiten für ihre Kunden entwickeln damit auch sie kosteneffizient und konkurrenzfähig diese Umbruchphase meistern können.
Dies ist ein Spagat, „bei dem die Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme einen besonderen Stellenwert einnimmt“. Sie bündelt die interdisziplinären Kräfte und das know-how der sehr heterogenen Intralogistik-Branche. Sie erschließt dabei gleichzeitig Potenziale bei Entwicklung und Finanzierung von Innovationen. Darüber hinaus wird der Nachwuchs an Lehr- und Forschungsinstituten gefördert. „Gegenwärtig investieren die Unternehmen in junge Akademiker gegen die Weltwirtschaftskrise“, äußerte Albrecht hierzu. Forschung, Wirtschaft, innovative Produkte, moderne Strukturen und Nachwuchsförderung sind lediglich verschiedene Aspekte, unsere Standortvorteile und Innovationskraft der deutschen Intralogistik hervorzuheben.
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